YOGA-Praxis: Open Your Heart – das Yogawheel von YoWhee im Test

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Ich bin Purist. Auch beim Yoga. Vermutlich bin ich deshalb ein großer Yogafan, weil ich kein aufwändiges Equipment dafür benötige und mein Yoga überall hin mitnehmen kann. Dennoch habe ich in den Jahren auch gelernt, dass es nicht nur für meine Yogaschüler nützlich sein kann, Yogaprops zu verwenden, sondern auch für mich selbst. Mittlerweile habe ich einen ganzen “Wunder-Korb” mit allerlei Hilfsmitteln zu Hause neben meiner Yogamatte stehen: Blöcke, ein Gurt, ein Theraband, eine Faszienrolle, Faszienbälle…

Instagram & Co hat mich dann auf das Next Big Thing aufmerksam gemacht: das Yogawheel. Hübsche Yoginis, die ihre Wirbelsäule elegant über solche Räder biegen. Die verschiedenen Posen, die man zu sehen bekam, sahen ziemlich intensiv aus, aber auch irgendwie “befreiend”. Wie würde es sich wohl anfühlen, mit einem solchen Rad die ersehnte Weite im Herzen zu finden? Meine Neugier war geweckt.

Nun folgt eine peinliche, oder sagen wir: ganz lustige Geschichte:

Ich hatte mich vor einiger Zeit dazu entschlossen, in irgendeinem Hotel das Gym aufzusuchen. Nach einer langweiligen Session auf irgendeinem Elypsentrainer (ich kann mich für übliche Fitnessgeräte einfach nicht mehr begeistern, für Fitnessstudio-Atmosphäre übrigens auch nicht) entdeckte ich neben ein paar Pezzibällen plötzlich das Objekt der Begierde: ein Yogawheel! Yeah, dachte ich, das probier’ ich gleich aus! Also das vermeintliche Rad geschnappt, auf eine Matte gelegt, drübergerollt und…knack, knack, knack…das Sperrholz war gebrochen und ich lag verdutzt auf dem kaputten Rad. Ich hatte mich geirrt, es war gar kein Yogarad, es war einfach die Halterung, die den Pezziball an einem Ort fixieren sollte! ;)

Jetzt war ich doppelt neugierig. Ich wollte ein richtiges und vor allem stabiles Yogawheel! Unbedingt! Ich dachte schon, ich müsste ein solches Wunderding irgendwo in der Ferne bestellen, doch dann stellte sich heraus: Es gibt tatsächlich Yogawheels made in Austria – und zwar von YoWhee! Erhältlich sind sie in unterschiedlichen Ausführungen und Farben. Sogar eine Variante aus geöltem Holz ist erhältlich. Wählt man das graue Modell, liegt die Assoziation mit einer Autofelge nicht allzu fern. Wie dem auch sei: Ich weiß nicht, warum ich mich schon beim Öffnen des Pakets gewundert habe, dass es so schwer ist! Aber logisch: Ein stabiles, robustes YoWhee hat natürlich nicht die Leichtigkeit einer Pezziball-Halterung aus Sperrholz! ;)

Ich war ein klein wenig enttäuscht, denn das YoWhee und ich würden aufgrund seines Gewichts keine guten Reisepartner werden. Bei meinen darauffolgenden Yogareisen musste es daher leider zu Hause bleiben. Nach meiner Rückkehr habe ich die letzten Sonnenstrahlen des Spätherbsts aber gleich dazu genutzt, mein YoWhee im Garten auszuprobieren! Und ja, mein neues Yogaspielzeug hat Potenzial! Wenn auch ich erwartet hätte, dass sich mein Rücken der runden Form etwas geschmeidiger anpasst. Jemand, der sich so wie ich seit jeher mit einer Hyperlordose in der Ledenwirbelsäule (gemeinläufig auch als “Hohlkreuz” bezeichnet) durchs Leben schlägt, bekommt schnell zu spüren, dass die Wirbelsäule immer dort am liebsten nachgibt, wo es am einfachsten ist – eben genau dort, im Lendenwirbelsäulenbereich! So könnte man ein YoWhee auch als Indikator nutzen, der einem klar macht, dass die Brustwirbelsäule bei weitem nicht so flexibel ist, wie man dachte! Das kann ein klein wenig frustrierend sein oder aber: ein Aufruf zur Achtsamkeit!

Also danke, liebes YoWhee, du hast mich beim Ausprobieren und Testen deiner Möglichkeiten auf jeden Fall achtsamer gemacht! Du lässt mich spüren, wo meine stabile Mitte ist und zeigst mir den Moment, wo ich sie verliere. Denn das YoWhee ist schmäler als man erwarten würde und so könnte man auch schnell mal zur Seite wegkippen, sobald man seinen Fokus für die Praxis verliert. Noch eine wertvolle Sache: Das Üben mit dem YoWhee erfordert Core-Work! Die Bauchmuskeln werden also in vielen Posen noch intensiver gefordert als bei manchen Asanas ohne Wheel. Was ich auch an dem YoWhee schätze: Es macht kreativ! Dachte ich anfangs, dass es einfach nur dazu da ist, um meine Körpervorderseite zu dehnen und mein “Herz zu öffnen”, wird man schnell erfinderisch, was man sonst noch alles mit dem Rad anstellen kann. Allerdings gilt: Nicht gleich zu übermütig werden, wenn es z.B. um stehende Balance-Haltungen auf dem Rad geht!

Mein Fazit: Das YoWhee führt die eigene Yogapraxis auf einen anderen Level. Es fördert die Freude an der Kreativität, stärkt das Bewusstsein für die Beweglichkeit (bzw. Nicht-Beweglichkeit) der Wirbelsäule und ist ein nützliches Tool für Core-Work. Die Anwendung des YoWhees ist eine komplexe Sache. Da es nicht automatisiert angewandt werden kann, sondern der Umgang etwas Know-how erfordert, stärkt es die Achtsamkeit und den Fokus während der Praxis. 

Facts & Kontakt:

YoWhee – handmade in Austria

ressourcen- und umweltschonende Herstellung

sortenreines PVC ohne Weichmacher

dämpfende Öko-Tex-Matte

 www.yogawhee.eu

Hinweis: Danke an YoWhee für das zur Verfügung gestellte Testmodell! 


There is one comment

  1. Lukas

    Ich achte an deinem Blog sehr, dass du zu jedem – vermutlich kleinen Theme – vom Yoga, dennoch einen aussagekräftigen Beitrag schreiben kannst und immer noch nützliche Tipps und Tricks dabei sind. Das hilft mir sehr, da ich auch einen kleinen Shop habe über das Camping, Outdooring und Yoga habe.

    Die Beratung wird dadurch, dass ich regelmäßig auf deinem Blog vorbeischaue, auf jeden Fall verbessert! :-)

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